Konservativ is’n Lifestyle

Ästhetik

Dem Schönen begegnet die Gegenwartsarchitektur häufig mit einer gewissen Skepsis. Die großen gotischen oder barocken Kirchenbauten stehen ebenso unter dem Verdacht weltlicher Prunksucht wie die staatlichen Herrschaftsgebäude vergangener Zeiten. In anderen Kontexten wird nur noch darauf geachtet durch die Benennung von Schönheit als ebensolche ja nicht zu diskriminieren. Mit Sprüchen wie „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ wird Ästhetik relativiert und in letzter Konsequenz die Existenz abgesprochen.

Konservative treten dem entschieden entgegen. Schönheit ist nicht im negativen Sinne weltlich. Vielmehr ist sie mit ihrer unerklärlichen Natur ein transzendenter Verweis auf etwas größeres, etwas unbegreifliches, auf eine höhere Realität. Das Verlangen der Menschen nach eben dieser höheren Wahrheit kann und sollte nicht unterdrückt werden.

Ein Land, in dem beim Bau von Gebäuden nur noch Brandschutz und Kosteneffizienz zählen, aber die Schönheit nicht verliert an Wert und Lebensqualität. Im ersten Satz zu diesem Prinzip ist es angedeutet, es soll auch ganz klar benannt sein: die Stile vergangener Zeiten (Antike, Romanik, Gotik, Barock, Rokoko, Klassizismus) sind unbestreitbar schöner als moderne Architektur und Gegenwartsarchitektur.